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Filme > Eisstation Zebra

EISSTATION ZEBRA (1968)

Originaltitel: Ice Station Zebra
Drehbuch: Harry Julian Fink, Douglas Hayes
Regie: John Sturges

Darsteller: Rock Hudson (Commander James Ferraday), Ernest Borgnine (Boris Vaslov), Patrick McGoohan (David Jones), Jim Brown (Captain Leslie Anders), Tony Bill (Lieutenant. Russell Walker), Lloyd Nolan (Admiral Garvey), Alf Kjellin (Colonel Ostrovsky)

Auf der arktischen Wetterstation Zebra ist ein Brand ausgebrochen. Das amerikanische U-Boot Tigerfish wird ausgesandt, um die Ueberlebenden zu retten. Doch hinter der Sache steckt noch mehr. Nahe der Station ist eine Satellitenkapsel niedergegangen, mit einem Film der die Standorte der Raketenbasen in den Vereinigten Staaten zeigt. Ein Wettlauf mit den Russen beginnt, doch die haben einen Vorteil. Es befindet sich bereits ein Spion an Bord der Tigerfish.

Kritik: Ein unterschaetzter Coldwar-Thriller, der durchaus sehenswert ist. Dabei ist es egal, das der Streifen relativ wenig mit dem Roman zu tuen hat. Wo das Buch mehr Wert auf die Moerderhatz legt, spielt diese im Film so gut wie keine Rolle. Stattdessen hat Regisseur John Sturges einen klassischen Agententhriller gedreht, allerdings mit einigen typischen Elementen von Alistair MacLeans anderen Romanen.

Der groesste Kritikpunkt ist allerdings die Laenge des Films. So kommt Eisstation Zebra am Anfang nicht so recht in Schwung, bis zum Eintreffen des U-Bootes in der Arktis passiert nichts wirklich aussergewoehnliches.

Trotzdem ist auch die erste Haelfte des Films sehenswert, dank der guten Darsteller-Leistungen. Rock Hudson brilliert in der, fuer ihn untypischen, Rolle des amerikanischen U-Boot Kapitaens Ferraday. Vor allem aber Patrick McGoohan, als obercooler britischer Agent David Jones, ist ein Highlight. Die Gespraeche zwischen den beiden gehoeren sicherlich zu den besten Szenen. Fuer Spannung sorgen auch die beiden Neuankoemmlinge, Vaslov und Captain Anders, von denen weder Zuschauer noch die Besatzung wissen, auf welcher Seite sie stehen.

Angekommen bei Eisstation Zebra bekommt der Film, trotz der Stryropor-Arktis, endgueltig die Kurve. Angefangen mit der lange ueberfaelligen Erklaerung der Situation von Jones, ueber das geheime Manoever von Ferraday, der es sichtlich geniesst, als er unerwartet sein Boot wieder durch die Eisflaeche brechen lassen kann, zu dem wirklich tragischen Tod von Captain Anders. Der hat das Pech den Verraeter Vaslov zu stellen und dann vom unwissenden Jones faelschlicherweise ueber den Haufen geknallt zu werden.

Und auch das Finale ist gelungen. Der kalte Krieg forciert auf Eisstation Zebra, wo das westliche Rettungsteam von russischen Fallschirmjaegern umstellt wird. Klar das am Ende der Status Quo wieder hergestellt werden muss, aber wie es am Ende dazu kommt, ist sehr spannend gemacht und fuehrt zu der wirklich witzigen Pressemitteilung am Ende.

Mein Gesamteindruck ist positiv. Sicherlich ist der Film zu lang und hat einige Schwaechen, aber in wie vielen Filmen findet man schon so viel geniale Szenen, wie in diesem hier.

Bewertung (1-5):



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